Wertekataloge

Strukturierte Katalogwerte für Attributdefinitionen vom Typ Wertekatalog definieren.

Wertekataloge, in der Oberfläche Data Model → Value Catalogs, beschreiben strukturierte Werte, die später in Attributdefinitionen vom Typ Wertekatalog verwendet werden.

Wann Wertekataloge genutzt werden

Nutze einen Wertekatalog, wenn ein Attribut aus mehreren Teilfeldern besteht, zum Beispiel:

  • Materialzusammensetzungen
  • Zertifikatsangaben
  • Inhaltsstoffe
  • technische Komponenten
  • Herkunfts- oder Lieferantendaten

Felder eines Wertekatalogs

Ein Wertekatalog besteht aus einem Schlüssel, sprachabhängigen Bezeichnungen und einer Liste von Feldern.

FeldtypVerwendung
TextBezeichnungen, Codes, Kategorien
ZahlMengen, Anteile, Grenzwerte
Ja/NeinJa/Nein-Merkmale
DatumDatumswerte
URLexterne Referenzen

Für Felder können Pflichtstatus, Sortierung und Übersetzungen gepflegt werden. Textfelder können optional mit einer Werteliste verbunden werden.

Beispiel: Materialzusammensetzung

Ein Wertekatalog „Materialzusammensetzung“ kann mehrere Materialzeilen pro Produktpass aufnehmen.

FeldTypPflichtBeispiel
MaterialnameTextJaBaumwolle
MaterialklasseText mit WertelisteJaNaturfaser
Anteil in ProzentZahlJa80
HerkunftslandText mit WertelisteNeinDeutschland
RecyclinganteilZahlNein20
ZertifikatslinkURLNeinLink zum Zertifikat

Für das Feld „Anteil in Prozent“ sollte eine Summenregel eingerichtet werden: Die Summe aller Materialanteile muss 100 Prozent ergeben. Dadurch erkennt die Governance-Prüfung unvollständige oder widersprüchliche Materialdaten.

Summenregeln

Für numerische Felder können Summenregeln eingerichtet werden. Die Regel sumEquals prüft, ob die Summe der Einträge einem Zielwert entspricht, zum Beispiel 100 Prozent.

Diese Regeln erzeugen Governance-Hinweise und helfen, unvollständige oder widersprüchliche Katalogwerte zu finden.

Einrichtung

  1. Navigiere zu Data Model → Value Catalogs.
  2. Lege Schlüssel und Bezeichnungen an.
  3. Definiere die Felder des Wertekatalogs.
  4. Markiere Pflichtfelder.
  5. Verknüpfe bei Bedarf Wertelisten.
  6. Ergänze Summenregeln für numerische Vollständigkeitsprüfungen.
  7. Verwende den Wertekatalog in einer Attributdefinition vom Typ Wertekatalog.
Ändere Katalogfelder vorsichtig, wenn bereits Produktpässe Werte für diesen Katalog enthalten.